Bei der im Rahmen von „NurMut“ durchgeführten Studie „Singendes klingendes Pflegeheim“ kamen 14 Wochen lang abwechslungsreiche musikalische Angebote (u.a. Radios mit individuellen Liedern, Musikkissen, Einzel- und Gruppen-Musiktherapien) in zwei Einrichtungen der Charité in Berlin sowie einer Einrichtung des Wohlfahrtswerks für Baden-Württemberg in Stuttgart zum Einsatz. So wurde beispielsweise in der Gruppen-Musiktherapie mit viel Freude gemeinsam auf Musikinstrumenten wie der Zauberharfe oder der Gitarre musiziert bzw. gemeinsam gesungen oder bei schönen Klängen aus dem Musikkissen mit integrierten Lautsprechern sich ausgeruht. Ziel war es, den Einfluss von Musik auf Menschen mit Demenz zu untersuchen und durch positive Effekte der Musik die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Bewohner zu erhöhen.

Mittels Dementia Care Mapping, einer speziellen Form der Beobachtung sowie Befragungen von Angehörigen der Menschen mit Demenz und Pflegekräften wurden die Ergebnisse wissenschaftlich evaluiert. Die Auswertung der Ergebnisse ist eindeutig: Es konnte eine Verbesserung des sozialen Verhaltens und des Wohlbefindens zum Zeitpunkt des Einsatzes der Musikangebote gemessen werden. Im Vergleich zu vor und nach der Studie ohne Musikangebote, konnte während des Einsatzes von Musik bei den teilnehmenden Bewohnern eine Verringerung der depressiven Verhaltensstörung bis hin zu keiner Depression festgestellt werden. Zudem verringerte sich das agitierte Verhalten bei den Menschen mit Demenz. Von allen Musikangeboten schnitt die Gruppen-Musiktherapie am besten ab. Auch bei den Pflegekräften wurde die emotionale Stressbelastung reduziert. Die ausführlichen Ergebnisse erhalten Interessierte auf Anfrage.

Auch nach Abschluss der Studie werden einige Musikangebote weiterhin regelmäßig in den Einrichtungen für die Bewohner durchgeführt und konnten so nachhaltig in den Alltag der Teilnehmenden integriert werden, z.B. die Zauberharfe oder „Peter’s Liederbox“.